Meeri-Steckbrief:

Das Meerschweinchen – was ist das?

Das Meerschweinchen gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Farben und Fellarten: Kurz- und Langhaar, glatt oder mit Wirbeln, gelockt oder gerade.

Es ist ein pflanzenfressendes Nagetier. Die Zähne sind wurzellos, wachsen zeitlebens nach und müssen deshalb immer durch Fressen, Knabbern und Malmen abgenützt werden. Sie sind tagaktiv und haben 4 vordere und nur 3 hintere Zehen. Da sie einen sog. Stopfmagen besitzen, muss immer genügend Heu und Wasser zur freien Verfügung stehen. Meerschweinchen können nicht erbrechen.

Als Rudeltier liebt das Meerschweinchen die Gesellschaft ihresgleichen und es wäre eine Quälerei, ein Schweinchen alleine zu halten! Ein Kaninchen als Partner ist nicht ratsam, da diese zu verschieden sind in der Körpersprache und in den Lautäußerungen. Meerschweinchen werden recht schnell sehr zahm, wenn man sich geduldig und regelmäßig mit ihnen beschäftigt, auch in Gruppen.

 

Das Meerschweinchen – woher kommt es?

  Es gibt 4 verschiedene Arten von Meerschweinchen, von denen die Ursprungsform unserer heutigen Hausmeerschweinchen das sog. „Wildmeerschweinchen“ (lat. Cavia aperea) ist, welches als bodenbewohnendes Nagetier weite Teile des Südamerikanischen Kontinents besiedelte. Ihr Lebensraum war die Graslandschaft und felsiges Gelände in den Anden, wo es vorzugsweise in Höhlen in Gruppen von 5 – 10 Tieren wohnte. Jedes Rudel wurde von einem Leitbock geführt. Es hatte kurzes wildfarbenes Fell (agouti) und war dämmerungsaktiv.

Bereits die Indios hielten sich diese Meerschweinchen als Haustier und verwendeten sie als Nahrungsmittel, da deren Fleisch recht proteinreich ist.

Im 16. Jahrhundert ca., nach der Entdeckung Südamerikas, sind die ersten Meerschweinchen durch die Spanier nach Europa gelangt. „Meerschweinchen“ nannte man sie, weil sie über das „Meer“ kamen und quiekten, ähnlich wie Schweine.

 

Das Meerschweinchen – was braucht es?

Artgenossen, die richtige Unterkunft, Zuneigung und eine gesunde Ernährung:

Das wichtigste Nahrungsmittel ist das Heu. Es ist rohfaserreich, soll auf alle Fälle frisch sein, würzig riechen, auf keinen Fall feucht und dient beim Zermalmen dem Abnützen der dauernd wachsenden Zähne. Wasser muss unseren Schweinchen auch ständig und frisch zur Verfügung stehen.

Einmal an Tag freuen sich die Meerschweinchen auf Frischfutter. Das Angebot hierfür ist sehr reichhaltig:

Gräser und Kräuter, Löwenzahn, auch die Blüten, Klee in Maßen, Spitz- und Breitwegerich, Gänseblümchen, Sauerampfer, Karotten (mit Kraut), Tomaten, Paprika, Staudensellerie, Gurken, Fenchel, Chicoree, Petersilie, Basilikum, Mangold, Äpfel, Birnen, Kiwi, Melonen, Bananen, Weintrauben, Erd- und Himbeeren, Stückchen Mandarinen, usw. Salat bitte in Maßen füttern, da dieser sehr nitrathaltig ist.

Bitte weglassen: Steinobst, Zwiebeln, Kartoffeln, unreife Tomaten und sämtlich Kohlsorten (führen zu Blähungen).

Kraftfutter oder sog. Trockenfutter ist kein Muss, kann aber zusätzlich angeboten werden. Bitte getreidefreies oder –armes Futter mit viel Vitamin C nehmen, da Meerschweinchen dieses Vitamin weder gewinnen noch speichern können und es aber brauchen, um fitt zu bleiben.                                      

               

 written by     petra partosch   

                                                                                         

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